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Samstag, 19. November 2016

Eine Tanne im Schnee zeichnen



Für Dezember plane ich immer ganz gerne Unterrichtsprojekte, die etwas mit der Jahreszeit zu tun haben. Viele Schüler verschenken ihre Bilder dann an Weihnachten ihren Eltern oder Verwandten. In diesem Jahr möchte ich mit der Stufe 8 Weihnachtskarten zeichnen. Nun unterliegt das Zeichnen von Schnee aber seinen ganz eigenen Gesetzen, da er durch Freilassen von Flächen gestaltet werden muss. Das erfordert ein Umdenken, denn hier wird quasi mit Negativräumen gearbeitet. Damit es in diesem Jahr etwas einfacher wird, habe ich eine kleine Anleitung zusammengestellt. Besonders schön werden solche Bilder, wenn man sie auf getöntem Papier zeichnet und die hellsten Stellen des Schnees zum Schluss mit Weißkreide höht.











Sonntag, 14. August 2016

Rural Sketching - Malen und Zeichnen auf dem Biohof

Ich habe für ein paar Tage den Hof von Freunden gehütet. Hier und da blieb Zeit, meine Umgebung mit Bleistift, Tusche und Aquarell einzufangen. Aber auch der Fotoapparat war ein guter Begleiter.


Das war meine Lieblingsecke im vorderen Hof

Von der Gänsewiese aus hatte man einen herrlichen Blick auf das Dorf


Blick auf Scheune und Hühnerställe
An zwei Tagen skizziert und den veränderten Radstand nicht beachtet
Wer beobachtet hier eigentlich wen?
Der stolze Hahn posierte sehr bereitwillig
Beim Abflug


Die Nähe täuscht: Der Ganter war recht angriffslustig, also zoomte ich mich lieber ran.






Montag, 20. Juni 2016

Ein Film-Porträt über den genialen Zeichner und Maler Adolph Menzel


Ich habe im Netz eine ganz wunderbare Dokumentation über den Zeichner und Maler Adolph Menzel (1815-1905) gefunden. Er zeichnete überall: Im Sitzen, im Gehen, im Stehen, reitend oder in der Kutsche. Stets trug er acht Skizzenbücher mit sich, die er in acht Taschen seines Mantels verstaute. 
Spannend ist auch, dass er nur 1,40 m  groß war. Das erklärt vielleicht, weshalb seine Bilder oft aus der Perspektive und mit der Augenhöhe eines Kindes gezeichnet und gemalt sind. Gelegentlich hat man sogar eine leichte Untersicht. Dadurch bekommen sie eine merkwürdige Intimität und Nähe. Es ist der Blick eines Mannes aus der Perspektive eines Kindes. Andere Szenen scheinen mit dem Blick aus einem Fenster oder von einem erhöhten Podest aus gestaltet zu sein.
Man erfährt viele weitere spannende Details aus seinem Leben. Beispielsweise zeichnete er mit links und malte mit der rechten Hand. In jedem Sommer ging er auf Zeichenreise, oft begleitet von seiner Schwester. Auch seine Ölgemälde und die lebendigen Ölskizzen werden ausführlich besprochen.

Sonntag, 12. Juni 2016

Porträts erhalten auf farbigem Papier mehr Ausdruckskraft

Ein schnelles Porträt mit Bleistift und weißem Acryl-Marker auf Canson-Mi-Teinte-Karton



Eine sehr männliche Frida in Pastell
Porträts zeichne ich immer auf getöntem Zeichenkarton. Damit hat man bereits eine Tonstufe angelegt und kann dann mit Bleistift, Kohle, Kreide oder Pastell hellere und dunklere Flächen und Linien setzen. Besonders schön sind dann die Höhungen mit Weiß.  Spitzlichter oder weiße Elemente lassen sich damit viel effektvoller setzen als auf weißem Papier. Auch wirkt das Gesicht und der Teint viel natürlicher, da selbst helle Haut nie weiß ist, sondern einen mittleren Tonwert besitzt, der durch die Papierfarbe gesetzt wird. Auch der Kontrast zum Hintergrund ist dann nicht so hart, wenn die Fläche um den Kopf und Oberkörper herum ungestaltet bleibt.
Was die Farben anbelangt, so greife ich gerne zu warmen Grautönen oder zu leicht bläulichen Papieren. Der Experimentierfreude sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Die Mi-Teinte-Zeichenpapiere von Canson sind meine Favoriten. Mit 160g haben sie eine angenehme Festigkeit und sie besitzen zwei unterschiedlich strukturierte Oberflächen - eine rauere und eine fein gekörnte.
Auf welchem Papier zeichnet Ihr Porträts? Über Eure Erfahrungen würde ich mich freuen.